Kolpingwerk Landesverband RLP

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Grüß Gott,
wir heißen Sie herzlich Willkommen auf der Homepage des Kolping Landesverbandes Rheinland-Pfalz.
Als Landesverband sind wir die politische Vertretung der Kolping-Diözesanverbände Mainz, Limburg, Speyer und Trier mit ihren jeweiligen Kolpingsfamilien im Land Rheinland-Pfalz.
Diese Aufgabe nehmen wir wahr, indem wir u.a. Kontakte zu zahlreichen kirchlichen Verbänden, den Fraktionen im Landtag, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und dem Katholischen Büro in Mainz halten und unsere Ideen und Vorstellungen zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen einbringen.
Die Vernetzung unserer Diözesanverbände und die Vertretung in verschiedenen Bundesgremien des Kolpingwerks Deutschland ist eine weitere wichtige Aufgabe des Landesverbandes.
Herzlich laden wir Sie ein, auf unserer Seite etwas zu stöbern. Besuchen Sie auch einmal die Seiten unserer Diözesanverbände, um sich über das breitgefächerte Angebot unserer Kolpingsfamilien zu informieren.
Für Anregungen sind wir immer sehr dankbar. Bitte nutzen Sie hierfür unser
Kontaktformular.

Herzliche Grüße
Andreas W. Stellmann
Landesvorsitzender Kolpingwerk Rheinland-Pfalz







 
Kolpingwerk Diözesanverband Speyer: 70 Jahre Diözesanwallfahrt in Bockenheim
Pressebericht aus der Bistumszeitung "der pilger" >>
05.07.2017
Stellungnahme des Landesvorstandes zur Entscheidung des Deutschen Bundestages zur „Ehe für alle“
Der Unterschiedlichkeit von gleichwertigen Lebensformen adäquat Rechnung tragen
Kolping: Stellungnahme des Landesvorstandes zur Entscheidung des Deutschen Bundestages zur „Ehe für alle“ – Grundgesetzergänzung vorgeschlagen >>
Artikel aus der Bistumszeitung "der pilger" >>
Kolpingsfamilie Neuwied:
Die Kolpingsfamilie Neuwied lädt ein zum politischen Informatiions- und Diskussionsabend zur Bundestagswahl.
Dienstag, 22. August 2017, um 19.00 Uhr im Speehaus Neuwied
Die Kolpingsfamilie Neuwied lädt zusammen mit kfd und KAB Neuwied zu einem Informationsabend zur Bundestagswahl ein.
Die eingeladenen Parteien können dort in einem politisch-neutralem Forum ihre politischen Programme und Ziele vorstellen.
Danach soll ein reger Austausch mit den Besuchern stattfinden.
Damit jeder zu Wort kommt, wird der Journalist und Rhein-Zeitungs-Redakteur Ralf Grün die Moderation und Diskussionsleitung übernehmen.
Kolpingwerk Diözesanverband Speyer:  „Gott zur Ehre, den Menschen zur Freude“
Kolpingkapellen musizieren in der Reihe „Cantate Domino“ im Speyerer Dom –Vielfältiges Programm – Leidenschaft und musikalische Qualität
Speyer / Kaiserslautern (12.06.2017 / ko_tb). – „Wunderbar, wir kommen wieder“, meinte spontan eine Besucherin nach dem Konzert der Kolpingblasorchester im Kaiserdom zu Speyer. 130 Musikerinnen und Musiker der Kolpingkapellen aus Deidesheim, Kindsbach, Ludwigshafen-Oggersheim, Ramsen und Zell sowie das Kolpingblasorchester Kaiserslautern, unter ihnen erfreulich viele Jugendliche und junge Erwachsene, spielten in der Konzertreihe der Dommusik Speyer "Cantate Domino" (Singet dem Herrn) „zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen“. Sie bewiesen am Vorabend des bundesweiten „Tags der Musik“ welche musikalische Vielfalt auf hohem technischen und musikalischen Niveau Blasorchester heute bieten können. Genauer müsste man von sinfonischer Blasmusik sprechen. Das jedenfalls boten die ehrenamtlichen Musiker, die nichts weniger als Amateure sind. Unter der Gesamtleitung von Bernd Jörg (Kindsbach), präsentierten die Dirigenten Jochen Paulokat (Zell), Markus Müller (Oggersheim) und Jan Epp (Kaiserslautern) ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von Georg Friedrich Händel, Carl Maria von Weber, Jacob de Haan, Roland Kernen und anderen. Das Mittelschiff des Domes war bis in die hinteren Reihen besetzt.
Das Konzert war Bestandteil der Reihe, die innerhalb der geprägten Zeiten (Advents- und Fastenzeit) in der Regel an jedem Samstag um 18 Uhr zu einem etwa 60-minütigen geistlichen Konzert im Dom zu Speyer einlädt. Außerhalb der geprägten Zeiten finden in unregelmäßigen Abständen Konzerte in dieser Reihe statt. Die Musikstücke werden durch den Vortrag von geistlichen Texten unterbrochen. Musik und Wort ergänzen und inspirieren sich dabei. 
Die drei musikalischen Blöcke wurden in diesem Konzert akzentuiert durch die Lesung des Kolosserbriefs Kap. 3, Verse 1-17, des Psalms 150 und eines Textes des spirituellen Autors Johannes Bours, der über den Satz des Kirchenvaters Ignatius von Alexandrien reflektierte: „Nehmt Gottes Melodie in euch auf“. Mit ihm rundete Roland Kernens Präludium und Choral „Nun danket alle Gott“ das rund einstündige Konzert ab, das die Zuhörer mit brausendem Applaus bedachten. Sie hatten das Wort des Ignatius verstanden, die gehörten Melodien aufgenommen und verspürt, dass Musik wirklich eine Sprache Gottes ist, eine Sprache, die von allen Menschen verstanden wird. Wenn man so will ein pfingstliches Phänomen.
Umrahmt von geistlicher Musik spielten die Kapellen passend auch „weltliche“ Klänge, in denen sich aber durchaus spirituelle Bewegungen und Bilder kundgaben. Mit der Ouvertüre aus Händels „Feuerwerksmusik“ begann das Konzert passend: der mächtige Klang des Großorchesters erfüllte beeindruckend den riesigen Steinbau der mittelalterlichen Kathedrale. Mit „Praise the Lord“ (Lobe den Herren) wurde das Leitwort der Konzertreihe musikalische Realität und Musik zum Gebet. Die „Westminster Hymn“ von Alfred Bösendorfer weckte englische Assoziationen – hat hier jemand an den 96. Geburtstag von Prinz Philipp an diesem Tag gedacht? Nach der Lesung des Psalms 150 erwartete wohl niemand ein Arrangement des Pop-Klassikers „Halleluja“ von Leonard Cohen, des erst vor wenigen Monaten verstorbenen großen Singer-Songwriters, eines gläubigen kanadischen Juden: „Und auch wenn alles schief gegangen ist, werde ich vor dem Gott des Gesangs stehen mit nichts auf meiner Zunge als ein Halleluja.“
Jedes der einzelnen Werke hatte sein eigenes Gepräge: „Marcia“ von Karl Maria von Weber, Dmitri Bortnianskys „Macht der Liebe“ oder „Highland Cathedral“ von Siegfried Rundel. Bemerkenswert auch Jacob de Haans „Ammerland“. Mit Schwung wurde der “Euro-Marsch“ von Gottfried Veit intoniert. Ein Marsch im Dom? Ja, unbedingt. Und flott und mitreißend. Und die Musikerinnen und Musiker bewegten sich wie in ihrem Element.
Eine besondere Herausforderung im Hohen Dom zu Speyer ist die Akkustik: der Nachhall ist sehr lang, mehrere Sekunden. Das heißt, ein Orchester spielt immer in den Nachhall hinein. Das kann zu musikalischen Verwicklungen führen, Klänge mischen sich zu einem nicht mehr so schönen Tonbrei. Bernd Jörg und seinen Co-Dirigenten gelang es, diese Gefahren mit einem klangsensiblen Dirigat zu vermeiden. Ja, man konnte meinen, dass manch „hartes Blech“ im Klang geradezu „weicher“, vornehmer wurde. Wie auch immer: Der Auftritt der Kolpingkapellen kann nur als rundum gelungen bezeichnet werden. Dazu beigetragen hat auch die ausgezeichnete Disziplin des gesamten Orchesters, das nur eine gemeinsame Probe vor dem Auftritt hatte.
Die organisatorische Leitung des Konzerts oblag Harald Reisel (Dahn), dem Stv. Diözesanvorsitzenden des Kolpingwerkes im Bistum Speyer. Reisel bedankte sich vor dem Konzert bei allen Beteiligten für das engagierte Mitmachen, er dankte besonders den Verantwortlichen des Doms für die „großartige“ Unterstützung bei der Realisierung des Konzerts. Die Kollekte in Höhe von 1500,00 €uro kommt der Jugendarbeit der beteiligten Kolpingkapellen zugute.

12.06.2017:
Kolpingwerk Diözesanverband Limburg: „Wirtschaft anders denken!“
Diskussion im Kolpingwerk zur Digitalisierung der Arbeitswelt
Namhafte Vertreter aus Kirche, Handwerk, Gewerkschaft und Politik trafen sich auf Einladung des Kolpingwerks Diözesanverband Limburg in Wiesbaden, um über die Revolution in der Arbeitswelt und ihre Bedeutung zu diskutieren. Als Moderator leitete Prof. Dr. Armin Schneider, Sozialwissenschaftler Hochschule Koblenz, die Podiumsdiskussion. In einem Eingangsreferat stellte Schneider grundsätzlich die Forderung, dass vor den Krisenphänomenen und den wirtschaftlichen Entwicklungen und Zusammenhängen Wirtschaft neu gedacht werden muss. Als Maßstäbe müssen moralische Werte wie Fairness, Verantwortung, Solidarität (trotz Konkurrenz), Vertrauen, Transparenz oder Authentizität als Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln gelten. Im Podium nahmen Dr. Kai Eicker-Wolf (DGB), Br. Stefan Federbusch (ofm), Thomas Mann (MdE) und Dr. Christof Riess (Handwerkskammer Rhein-Main-Frankfurt) Stellung zum Thema und diskutierten untereinander und mit den Teilnehmern der Veranstaltung. Auch mit unterschiedlichen Perspektiven und Zielen war man sich einig, dass die Arbeit nicht weniger, sondern sich verändern wird. Die Verteilungsfrage wird im Hinblick auf Altersarmut oder Renten ein Thema der nahen Zukunft sein, das politisch gelöst werden muss. Verantwortlich für die Umsetzung von Ethik in der Wirtschaft ist jeder Einzelne – auch jeder einzelne Verbraucher. „Wirtschaft neu denken“ ist nicht nur Thema für Unternehmen, Arbeitnehmerschaft und Politik, sondern fängt bei der Verantwortung jedes Menschen an.

11.05.2017:
Kolpingwerk Diözesanverband Limburg: Wahlen und Kolpingsfamilien in der Lokalen Kirchenentwicklung
Bei der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes Diözesanverband Limburg, die am Wochenende unter dem Thema: „Kolping – mutig. engagiert. dabei.“ im Kolpinghaus Frankfurt am Main stattfand, wurde Stefan Fink für weitere drei Jahre als Diözesanvorsitzender bestätigt, ebenso Diakon Bernd Trost als Diözesanpräses. In das neue Amt des Geistlichen Leiters wurde Jürgen Kortus gewählt.
Im Studienteil der Versammlung beschäftigten sich die Delegierten mit den Kolpingfamilien als Akteure in der „Lokalen Kirchenentwicklung“. Martin Klaedtke, Koordinator für diesen Prozess im Bistum Limburg, stellte den Stand und die Ziele der Lokalen Kirchenentwicklung vor, die ein vielfältiges Bild in der Landschaft der unterschiedlichen Pfarreien und Gemeinden zeichnet. Es gilt, ein neues Bild von „Kirche“ wahrzunehmen, das nicht ausschließlich von synodalen Gremien geprägt wird, sondern von allen Getauften als Verkündigern des Evangeliums. Dies ist zunächst ein Verständigungsprozess, der auch ein spiritueller Weg sein sollte. Für Kolpingmitglieder und Kolpingfamilien sind die Ausgangspunkte, die dabei in den Blick genommen werden müssen, meist nichts Neues, wie wie z.B. die Neugier und die Lust darauf, Neues auszuprobieren und dabei auch Fehler machen zu dürfen oder das Ansprechen von Menschen mit besonderen Talenten, um sie für Veranstaltungsangebote des Verbandes zu gewinnen. Mit ihren zahlreichen Angeboten, gemeinsam Glauben zu leben, und mit ihrem sozialen Engagement sind Kolpingfamilien schon lange Orte lebendiger Kirche. Viel Gesprächs- und Diskussionsstoff boten den Ausführungen Klaedtke, so dass die Zeit für das Besprechen der Kleingruppenarbeit bei weitem nicht ausreichte. Der Diözesanvorstand wird sich damit befassen, wie das Kolpingwerk sich weiter mit der Thematik befasst.

08.04.2017:
Wechsel an der Spitze des Kolpingwerkes
Kolpingwerk Diözesanverband Trier beschäftigt sich mit wichtigen Zukunfts-Themen und wählt neue Vorstandsmitglieder
Neuwied /Trier. Das Kolpingwerk Diözesanverband Trier stellte am Wochenende die Weichen für die Zukunft. Gastgeber war die Kolpingsfamilie Neuwied.
Im Rahmen der jährlichen Diözesanversammlung wählten die Delegierten mit Dr. Bernd Geisen aus Mendig einen neuen Vorsitzenden. Zu seinen Stellvertretern wurden gewählt Harald Schmillen (Remagen) und Arndt Eisenhut (Freisen). Neben dem Präses - Thomas Gerber - und seinem Stellvertreter - Otto Gerhard - gibt es nun auch eine geistliche Leiterin: Elke Grün aus Schwalbach.
Nach 10 Jahren als Vorsitzender und mehr als 20 Jahren im Vorstand wurde Andreas Heinrich gebührend verabschiedet. Die stellvertretende Bundesvorsitzende, Klaudia Rudersdorf überreichte das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland und einige seiner (internationalen) Weggenossen grüßten per Videobotschaft. Persönlich dankte die Vertreterin des Bistums, Stephanie Nickels für die gute Zusammenarbeit und das Engagement, unter anderem im Bereich der Flüchtlingshilfe. Andreas Heinrich wird sich weiterhin in seiner Kolpingsfamilie in Besseringen und für das Kolpinghaus Warsberger-Hof Trier engagieren.
Oberbürgermeister Nikolaus Roth dankte in seinem Grußwort dem Kolpingwerk für seinen Einsatz für Demokratie, Gleichheit und Solidarität. Es sei heute wichtig, dass es solche Mahner gäbe, denn viele Menschen täten sich schwer mit den immer schwerer durchschaubaren politischen Entwicklungen und seien von den Herausforderungen unserer Zeit verunsichert. Er wünschte der Versammlung, dass sie einen Beitrag zur Stärkung des Verbandes liefere.
Mit Blick auf die kirchlichen Umbrüche äußerte Dechant Thomas Darscheid ähnliches: Kolping könne in den größer werdenden Pfarreien ein spirituelles und emotionales Zuhause sein.
Achim Hallerbach, Kolpingmitglied und stellvertretender Landrat ging ebenfalls auf die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen ein. Er gab der Versammlung auch mit: „Die Zukunft liegt in der Herkunft.“
In seinem geistlichen Wort rief Präses Thomas Gerber dazu auf, Flagge zu zeigen und nach dem Kolping-Wort „Wer Mut zeigt, macht Mut“ unsere Mitmenschen zu ermutigen, sich selbst, die Kolpingsfamilie und die Kirche anders zu sehen.
Die Versammlung verabschiedete unter anderem einen Antrag zu einem Zukunftsprozess „Kolping auf dem Weg in die Zukunft“. Ziel des Zukunftsprozesses ist die Aktivierung des Mitgliederverbandes und die Klärung und Sicherung der Rolle und des gesellschaftlichen Beitrags von Kolping in einer sich wandelnden Gesellschaft. Der Zukunftsprozess basiert und reagiert auf gesellschaftliche und kirchliche Veränderungsprozesse und Entwicklungen – wie z.B. den demografischen Wandel – und stellt sich den relevanten Fragen, die sich daraus für das Kolpingwerk ergeben.
In Workshops arbeiteten die etwa 90 Besucher zu wichtigen Zeitthemen:
Im Workshop zum Thema „Kolpinger engagiert in der Flüchtlingsarbeit“ schaffte Flüchtlingslotsin Karin Hellmann-Munsch mit ihren  Beispielen Bewusstsein dafür, dass Flüchtlingsgruppen heterogen sind und Integrationsangebote vor vielen Herausforderungen stehen. So werde bei der Berufssuche deutlich, dass Ausbildungsberufe in Deutschland mit denen anderer Länder nicht vergleichbar sind. Aufgrund mangelnder Informationen zu den Berufsbildern würden falsche Erwartungen geweckt, die häufig zu  Fehleinschätzungen und Überforderungen führen. Stephanie Nickels (Koordinierungsstelle Flüchtlinge des Bistums Trier) gab einen Überblick zu den vielseitigen Angeboten im Bistum Trier. Sie hob hervor, dass es künftig nötig sei „Begegnungsräume“ für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Flüchtlingsgruppen  zur Integration zu schaffen.  In diesem Bereich könnten die Kolpingsfamilien einen wichtigen Beitrag auf örtlicher Ebene leisten.
Mit der Umsetzung der Bistums-Synode rangen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines anderen Workshops. Was ist möglich, was ist nötig und wie kann wer sich einbringen? Die mit den Veränderungen zusammenhängenden Abschiede tun an vielen Stellen weh und brauchen ihre Zeit.
Im Workshop der Kolpingjugend fand ein reger Austausch über Schwierigkeiten und Chancen der Jugendverbandsarbeit statt.
Zur lebendigen Gestaltung Internationaler Partnerschaften auf Augenhöhe berichtete die Fachpromotorin Barbara Scharfbillig. Das Kolpingwerk Trier betreibt lebendige Partnerschaften mit den Kolpingwerken in Litauen und Bolivien. Die vielfältig aktiven Kolpingmitglieder kamen in einen regen Austausch über ihre Erwartungen, Vorstellungen und Hintergründe die sie bewegen sich in einer internationalen Partnerschaft zu engagieren.
Schließlich beschäftigte sich ein weiterer Workshop mit der Gewinnung neuer Mitglieder. Alt und Jung tauschten sich über ihre Erfahrungen aus und darüber, was welche Alters- und Zielgruppe benötigt und was sie anspricht. Dabei zeigte sich, dass viele Wege erfolgreich beschritten werden. Unter anderem sind eigene Aktion und das (Er-)Leben von Werten wichtig. Toll ist natürlich, wenn das dann auch noch von außen Wertschätzung erfährt. So wurde wegen ihrer Sozialaktion über die Kolpingjugenden in Fischbach-Camphausen und Illingen nicht nur in der Saarbrücker Zeitung berichtet, sie erhielten auch den Preis der Kolpingjugend Deutschland. Das motiviert natürlich.
Mit einem großer Bannerzug und Gottesdienst in der Kirche St. Matthias endete die diesjährige Diözesanversammlung.

18.03.2017:
ACA-RLP: Landesdelegiertenversammlung mit Prof. Dr. Stefan Sell
„Die Sozialen Sicherungssysteme solidarisch und zukunftsfähig gestalten“
ACA Rheinland-Pfalz: Landesdelegiertentagung mit Prof. Stefan Sell – Sozialwahlen 2017 im Blick: Aufruf der Bischöfe
Mainz / Kaiserslautern (23.03.2017 / aca_mm_tb). -
Zur ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Delegierten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) in Rheinland-Pfalz, bestehend aus den Diözesanverbänden von Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kolpingwerk der Bistümer Limburg, Mainz, Trier und Speyer, im Mainzer Kolpinghaus. 30 Delegierte und Gäste konnte der Landesvorsitzende Martin Plail, Bitburg, begrüßen.
Referent des Studienteils war der Sozialwissenschaftler und Arbeitsmarktforscher Prof. Dr. Stefan Sell vom Rhein-Ahr-Campus Remagen der Hochschule Koblenz, der zum Kernthema der ACA sprach: „Die sozialen Sicherungssysteme solidarisch und zukunftsfähig gestalten“. Sell ist Träger des Regine-Hildebrandt-Preises 2016. Er zeigte auf, wo die demographischen und arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen für die Sozialsysteme liegen, beurteilte kritisch die politischen Entscheidungen, u.a. zur Rentenreform um die Jahrtausendwende, und zeigte Wege auf, wie die sozialen Sicherungssysteme zukunftsfähig gemacht werden können, und die Rente so gestaltet werden kann, dass sie für alle, auch Geringverdiener, „auskömmlich“ ist. Er sprach sich für den Erhalt der umlagefinanzierten Rente aus. Im Rentenmodell der katholischen Verbände sieht er gute Ansätze verwirklicht, aber noch Entwicklungsbedarf.
Die Vermeidung bzw. Überwindung der Altersarmut sowie die Wiedereinführung der paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung (gleicher Beitragssatz für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber) sind für die Verbände der ACA von zentraler Bedeutung, wie Martin Plail in seinem Rechenschaftsbericht hervorhob. Diese Schwerpunkte fänden auch ihren Niederschlag in der Arbeit der Mandatsträger von Kolping und KAB in den Gremien der Sozialversicherungsträger, der Gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, der Berufsgenossenschaften und Deutschen Rentenversicherung (Bund und Land).  
Die Vorbereitung der Sozialwahl 2017, so Plail weiter, sei der Schwerpunkt der Arbeit des Landesvorstandes in den zurückliegenden zwei Jahren gewesen. Dabei sei es vor allem darum gegangen, genügend Frauen und Männer aus den Mitgliedsverbänden zu finden, die sich bereiterklärten, eine Aufgabe als Mandatsträgerinnen und Mandatsträger in den Verwaltungsräten von AOK Rheinland-Pfalz / Saarland, IKK Südwest und Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz zu übernehmen. Bei den genannten Sozialversicherungsträgern konnten vollständige Kandidatenlisten eingereicht werden. Um eine „Friedenswahl“ zu erreichen, eine Wahl ohne Wahlhandlung bei Vorliegen nur eines Wahlvorschlags, sei die ACA Listenverbindungen mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund bei AOK, IKK und DRV eingegangen. Martin Plail lobte die faire und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem DGB-Landesverband Rheinland-Pfalz, namentlich mit dessen Vorsitzendem Dietmar Muscheid.
Der Geschäftsführer des Landesverbandes, Martin Mohr, Limburg, wies auf weitere Aspekte im Berichtsjahr hin: So bildeten die Vernetzung der Mandatsträger durch Informationsaustausch sowie die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit nach innen und außen wichtige Arbeitsschwerpunkte. Die Kassenprüfer bestätigten einen sachgemäßen Umgang mit den Finanzmitteln, so dass die Delegierten dem Landesvorstand die Entlastung erteilten. Die stellvertretenden Landesvorsitzenden Michael Kercher (KAB), Mutterstadt, und Thomas Bettinger (Kolping), Kaiserslautern, verwiesen auf den Wahlaufruf der Deutschen Bischöfe zu den Sozialwahlen: Die Bischöfe unterstützen darin die ACA, wörtlich heißt es: „Die Kandidatinnen und Kandidaten aus den drei christlichen Sozialverbänden verfolgen das Anliegen, christliche Werte in die Entscheidungen der Sozialversicherungsträger einzubringen. Sie treten ein für die Solidarität der Jungen mit den Alten, der Gesunden mit den Kranken und der Leistungsstärkeren mit den Leistungsschwächeren. Als Christinnen und Christen haben wir Entscheidendes beizutragen, wenn es um die Mitgestaltung der sozialen Sicherungssysteme geht: die Orientierung am Wohl und der Würde des Einzelnen – ohne Ansehen der Person, die Sorge um gerechte Strukturen und die Stärkung der sozialen Selbstverwaltung als Ausdruck gesellschaftlicher Verantwortung.
Martin Plail teilte mit, dass bei der DRV Saarland Urwahlen stattfinden. Die ACA kandidiere dort mit einer eigenen Liste. Er rief die Verbände von Kolping und KAB in den Diözesen Trier und Speyer auf, die ACA im Saarland zu unterstützen. Die Delegiertenversammlung rief abschließend alle Bürgerinnen und Bürger auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und damit Demokratie und soziale Selbstverwaltung zu stärken.



Wahlaufruf zur Beteiligung an der Sozialwahl
Vom 10.4.bis 31.5.2017 ist Sozialwahl – bitte beteiligen Sie sich!
Rund 50 Millionen Versicherte der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, Renten- und Unfallversicherung in Deutschland wählen zwischen dem 10. April und 31. Mai ihre Vertreter*innen in die Gremien der Sozialversicherungsträger.
Sechs Jahre lang bestimmen die Versichertenvertreter, dort – politisch unabhängig und ehrenamtlich
- im Sinne der Versicherten bei allen wichtigen Entscheidungen mit, beispielsweise wenn es darum geht, die Versicherungsbeiträge wirtschaftlich einzusetzen. Die Sozialwahl ist eine Briefwahl.
Wahlberechtigt sind grundsätzlich alle gesetzlich Versicherten, die am 1. Januar 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben und Beiträge zahlen.
Die ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen),
bestehend aus Kolpingwerk, Katholischer Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Evangelischen Arbeitnehmern (BVEA) bittet alle Wähler um ihre Stimme bei folgenden Sozialversicherungsträgern:
Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund (Listennummer 4),
Techniker Krankenkasse (Listennummer 4),
oder DAK Gesundheit (Listennummer 6).
Auch bei der DRV im Saarland finden Wahlen statt (Listennummer 1).
 
Bei allen anderen regionalen bzw. landesunmittelbaren Sozialversicherungsträgern in Rheinland- Pfalz finden Friedenswahlen statt (hier finden keine Stimmabgabe der Versicherten statt), bei der gesetzlichen Krankenkasse Barmer wird aufgrund der zum 1.1.2017 vollzogenen Fusion erst im Herbst gewählt.
Bitte machen auch Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und unterstützen Sie bei den oben genannten Sozialversicherungsträgern die Kandidaten der ACA! Und bitten Sie auch in Ihrem Bekanntenkreis um Stimmen für die ACA!
 
Weitere Informationen unter www.aca-online.de
 
Weiterbildung "Fachwirt/in Erziehungswesen (KA)"
Nach dem großen Erfolg in den letzten Jahren bietet das Kolping-Bildungswerk Frankfurt erneut die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in Erziehungswesen ab Herbst 2017 an.
Der Lehrgang qualifiziert Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen und Sozialpädagogen/innen für die Übernahme von Leitungsaufgaben in Kinderbetreuungseinrichtungen. Lehrinhalte sind: Kommunikation und Persönlichkeit, Führen und Leiten, Projekte und Prozesse, Betriebswirtschaftliches Management.
Der Studienplan ist so ausgerichtet, dass Sie diesen berufsbegleitend absolvieren können; er ermöglicht Ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Weiterbildung umfasst ca. 260 Unterrichtsstunden. Der Abschluss Fachwirt/in Erziehungswesen (KA) der Kolping-Akademien ist in der Wirtschaft und im Sozialwesen anerkannt. Die Qualität der Ausbildung wird durch koordinierte Lehr- und Prüfverfahren gewährleistet.
Ausführliche Informationen erhalten Sie im Rahmen unserer Informationsveranstaltungen am 11.05.2017 und am 30.05.2017 jeweils um 18.30 Uhr im Kolping-Bildungswerk Frankfurt, Lange Str. 57, 60311 Frankfurt.
Hierfür  bitten wir um Anmeldung unter 069-24 75 035-15 oder per Mail andreca@kbw-frankfurt.de.
23.02.2017
Bi­schö­fe ru­fen zur So­zi­al­wahl auf
Auf­ruf des Rats­vor­sit­zen­den der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land und des Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bi­schofs­kon­fe­renz zur Be­tei­li­gung an der So­zi­al­wahl
Der Vor­sit­zen­de des Ra­tes der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land (EKD), Lan­des­bi­schof Dr. Hein­rich Bed­ford-Strohm, und der Vor­sit­zen­de der Deut­schen Bi­schofs­kon­fe­renz, Kar­di­nal Rein­hard Marx, er­klä­ren zur an­ste­hen­den So­zi­al­wahl 2017:
„Im kom­men­den April/Mai fin­det nach sechs Jah­ren wie­der die So­zi­al­wahl statt. Ge­wählt wer­den die Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Ver­si­cher­ten in den ge­setz­li­chen So­zi­al­ver­si­che­run­gen wie bei­spiels­wei­se den Kran­ken- und Ren­ten­ver­si­che­run­gen. Da­zu kan­di­die­ren die drei christ­li­chen So­zi­al­ver­bän­de – das Kol­ping­werk Deutsch­land, die Ka­tho­li­sche Ar­beit­neh­mer-Be­we­gung (KAB) und der Bun­des­ver­band Evan­ge­li­scher Ar­beit­neh­mer­or­ga­ni­sa­tio­nen (BVEA) – auf ei­ner ge­mein­sa­men Lis­te.
Die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten aus den drei christ­li­chen So­zi­al­ver­bän­den ver­fol­gen das An­lie­gen, christ­li­che Wer­te in die Ent­schei­dun­gen der So­zi­al­ver­si­che­rungs­trä­ger ein­zu­brin­gen. Sie tre­ten ein für die So­li­da­ri­tät der Jun­gen mit den Al­ten, der Ge­sun­den mit den Kran­ken und der Leis­tungs­stär­ke­ren mit den Leis­tungs­schwä­che­ren. Als Chris­tin­nen und Chris­ten ha­ben wir Ent­schei­den­des bei­zu­tra­gen, wenn es um die Mit­ge­stal­tung der so­zia­len Si­che­rungs­sys­te­me geht: die Ori­en­tie­rung am Wohl und der Wür­de des Ein­zel­nen – oh­ne An­se­hen der Per­son, die Sor­ge um ge­rech­te Struk­tu­ren und die Stär­kung der so­zia­len Selbst­ver­wal­tung als Aus­druck ge­sell­schaft­li­cher Ver­ant­wor­tung.
Dar­um un­se­re herz­li­che Bit­te: Be­tei­li­gen Sie sich an der So­zi­al­wahl 2017. Un­ter­stüt­zen Sie die Selbst­ver­wal­tung der So­zi­al­ver­si­che­run­gen durch Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus christ­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen. Tra­gen Sie mit Ih­rer Wahl zur So­li­da­ri­tät der Ver­si­cher­ten un­ter­ein­an­der bei.“
15.11.2016
Lohnniveau auch im Blick auf die Alterssicherung gestalten
Kolping-Landesverband Rheinland-Pfalz zum Mindestlohn
Mainz / Kaiserslautern (15.11.2016 / ko-tb). – „Adolph Kolping würde heute für den Mindestlohn und die Mütterrente kämpfen“, zitierte Matthias Donauer (Kindsbach) den Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick. Donauer sprach vor dem Arbeitskreis Landespolitik des Kolping-Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 sei eine vom Kolpingwerk lange geforderte Maßnahme zur Lohngerechtigkeit durch den Gesetzgeber realisiert worden, so Donauer weiter. Nach der „Starthöhe“ von 8,50 € pro Stunde werde der Mindestlohn ab 1. Januar 2017 auf 8,84 € pro Stunde ansteigen. Kolping begrüße ausdrücklich diese Entwicklung. Die Erhöhung um 34 Cent könne und dürfe aber nur der erste Schritt zu einem auskömmlichen Lohnniveau für die Menschen sein, die in den Mindestlohn-Branchen arbeiten.
Der AK Landespolitik, den der Westpfälzer Donauer seit 2015 leitet, sprach sich für weitere Steigerungen beim Mindestlohn aus, wenn künftige Altersarmut verhindert werden soll. Schon heute seien immer mehr Menschen auf die Unterstützung durch Grundsicherung im Alter angewiesen, weil ihre Rente noch unter dem Grundsicherungssatz liegt. „Der Gesetzgeber ist gefordert bei künftigen Rentenreformen besonders die Auswirkungen des Mindestlohns auf die Renten zu berücksichtigen.“

Christliche Positionen in politische Entscheidungsprozesse einbringen
Andreas Stellmann als Landesvorsitzender des Kolpingwerkes wiedergewählt – Projekt Jugendpolitische Praxiswoche
Mainz / Kaiserslautern (21.09.2016 / ko-tb). - Andreas Stellmann (Heßheim) heißt der alte und neue Landesvorsitzende des Kolpingwerkes in Rheinland-Pfalz. Er wurde von der Landeskonferenz in Mainz einstimmig in diesem Amt bestätigt. Der 55-jährige Diakon aus dem Bistum Speyer steht seit 2011 an der Spitze des in Rheinland-Pfalz gut 160 Kolpingsfamilien umfassenden katholischen Sozialverbandes. Er ist auch Vorsitzender des Kolpingwerkes im Bistum Speyer.
Christliche Positionen in den politischen Dialog- und Entscheidungsprozess einzubringen, sieht der neugewählte Vorsitzende als eine Schwerpunktaufgabe seiner dreijährigen Amtszeit an. In Rückbindung mit dem Katholischen Büro in Mainz wolle er Kolping im Gespräch mit den demokratischen Parteien in der Tradition Adolph Kolpings, der mit Bischof Ketteler einer der Väter der katholischen Soziallehre ist, politisch profilieren. Der Verband werde weiter Anwalt der Menschen sein, die in dieser Gesellschaft keine Lobby haben, der materiell Armen und sozial Schwachen, der Kranken und Ausgegrenzten. Kolping setze sich für eine konsequente Integrationspolitik ein, die den zu uns geflüchteten Menschen reelle Chancen für ein selbstbestimmtes Leben eröffnet. Junge Menschen an die Politik heranzuführen, sie ganz praktisch mit den Strukturen und Arbeitsweisen einer repräsentativen parlamentarischen Demokratie vertraut zu machen, hält Stellmann für eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Die Demokratie zu stärken gegen den wieder auferstandenen Ungeist des Faschismus, sei Herausforderung und Auftrag aller kirchlichen Verbände. Im Juni 2017 werde man deshalb zum zweiten Mal eine Jugendpolitische Praxiswoche für Schülerinnen und Schüler anbieten, die so Gelegenheit bekommen, den „politischen Alltagsbetrieb“ in der Landeshauptstadt Mainz im Rahmen einer Sitzungswoche zu erleben.
In den Vorstand wiedergewählt wurde Landespräses Pfr. Thomas Gerber (Urmitz). Neue stellvertretende Landesvorsitzende wurde Jutta Schaad (Offenbach), die neue Vorsitzende des Kolping-Diözesanverbandes Mainz. Sie folgt Richard Feichtner (Trier) nach, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Matthias Donauer (Kindsbach), Leiter des Arbeitskreises Landespolitik, wurde erstmals in das Gremium gewählt. Zum neuen Landesgeschäftsführer wählte die Versammlung Diözesansekretär Thomas Bettinger (Kaiserslautern). Er folgte Winfried Straube (Ludwigshafen) vom Diözesanverband Mainz nach, der – nun in der passiven Phase der Altersteilzeit – für eine Neuwahl nicht mehr zur Verfügung stand. Vorsitzender Stellmann dankte Straube für seine über Jahrzehnte reichende engagierte Arbeit um den Kolping-Landesverband Rheinland-Pfalz und überreichte dem passionierten Golfer als Präsent einen Gutschein für viel Zeit auf dem Golfplatz.
Im Informationsteil der Konferenz stellte Barbara Scharfbillig (Koblenz), das Entwicklungspolitische Netzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) vor, für das sie als Fachpromoterin für „Partnerschaften“ beim Kolping-Bildungswerk Trier tätig ist. Frau Scharfbillig informiert, berät und unterstützt die Partnerschaftsarbeit im gesamten Bundesland. Zielgruppe sind für sie auch die Kolpingsfamilien und Kolping-Diözesanverbände mit ihren vielfältig entwicklungspolitischen Aktivitäten und festen Partnerschaften mit Gruppen und Verbänden in Afrika, Asien und Lateinamerika. Thomas Bettinger, Stv. Landesvorsitzender der ACA (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen), berichtete über die Vorbereitungen zu den Sozialwahlen am 1. Juni 2017. Die ACA mit ihren Mitgliedsverbänden Kolpingwerk und KAB werde bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland, IKK Südwest und DRV (Deutsche Rentenversicherung Land) zur Wahl antreten. Sie streben eine gemeinsame Liste mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund und Friedenswahlen an.

Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Geistliche Leiter/innen in den Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden
erstmals bieten die Diözesanverbände der Region Mitte Limburg, Fulda, Trier, Mainz und Speyer einen
Qualifizierungskurs für ehrenamtliche Geistliche Leiter/innen in den Kolpingsfamilien und Bezirksverbänden an, zu dem wir herzlich einladen. 
Das Ausbildungsseminar gliedert sich in drei Module. Für jedes Einzelseminar stehen fachlich kompetente Referenten und Referentinnen zu Verfügung. Es werden keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt. Im Ausbildungsseminar werden theologische Inhalte und praktische Hilfen für die konkrete Arbeit vor Ort vermittelt. 
Eingeladen sind
- Kolpingmitglieder, die die Aufgabe der ehrenamtlichen Geistlichen Leitung bereits übernommen oder jetzt übernehmen werden
- Interessierte am Amt der Geistlichen Leitung
- Interessierte an einzelnen Themen (Vorrang bei der Anmeldung haben die [zukünftigen] ehrenamtlichen Geistlichen Leiterinnen und Leiter)
Nach Abschluss des gesamten Kurses erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat als Bestätigung durch das Kolpingwerk.

zu den Terminen und weiteren Informationan >>

20.04.2016
Kolpingwerk DV Trier: Mitgliederversammlung in Saarbrücken
Die Versammlung des Kolpingwerkes im Bistum Trier mit 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde in diesem Jahr in Saarbrücken von einer der größten Kolpingsfamilien im Bistum ausgerichtet.
Inhaltlich lag der Schwerpunkt bei der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen unserer Zeit. Gemäß der Aussage des Verbandsgründers: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“
Hauptreferent Professor Dr. Franz Segbers sprach unter der Überschrift „Flüchtlinge –Botschafter weltweiten Unrechts“ über die vielfältigen Gründe für Flucht und unseren Anteil daran. „Kann man wirklich einen Unterschied machen zwischen Menschen, die vor Krieg fliehen und jenen, die vor katastrophalen Lebensbedingungen flüchten?“ fragte er. Man müsse bedenken, dass 17% der Weltbevölkerung 80% des Eigentums besitzen und damit auch breiten Zugriff auf billige Arbeitskräfte und billige Ressourcen. Letztlich sind wir mit schuldig an den Lebensbedingungen vieler armer Menschen.
„Wir sind in der Gefahr, die Prinzipien der Menschlichkeit über Bord zu werfen und den gesunden Menschenversand.“ hob Segbers hervor. Bei 500 Mio. Einwohnern in Europa und 1 Mio. Flüchtlingen könne nicht von einer Bedrohung gesprochen werden. Angst sei sowieso kein guter Berater, arbeite sie doch oft mit Vermutungen. Es gelte, die Augen, die Ohren und das Herz zu öffnen und die Realität wahrzunehmen. Dann müsse man daraus seine Schlüsse ziehen.
Für Segbers ist klar: „Ungerechte Verhältnisse haben keine Zukunft.  Es gibt ein globales Menschenrecht auf ein Leben in Würde. Das darf keiner Kosten-Nutzenrechnung unterliegen.“ Es müssten vielmehr Verhältnisse geschaffen werden, damit alle zu ihrem Recht kommen. Wir alle müssen für mehr Gerechtigkeit und Solidarität eintreten.
Dabei würden Flüchtlinge uns nicht nur als Augenöffner dienen für die Verhältnisse in ihren Ländern. Sie führten uns auch die Verhältnisse und Schwierigkeiten in unserem Land vor Augen. Wohnungsprobleme oder den Abbau von öffentlichen Leistungen habe es vorher schon gegeben. Er werde jetzt nur deutlicher.
Also stellt sich die Frage: Was tun?
Da ist Segbers ganz deutlich: „Es gibt keine kleinen Lösungen. Die Antwort ist Gerechtigkeit.“
Stephanie Nickels, die für den Bischof Grüße überbrachte berichtete unter anderem auch aus dem Willkommens-Netz des Bistums für Flüchtlinge. Sie lud dazu ein, erfolgreiche Aktionen zu melden, damit sie als nachahmenswerte Beispiele Verbreitung fänden.
Auch der Sekretär des Kolpingwerkes Deutschland, Ulrich Vollmer widmete einen Teil seines Grußwortes der Thematik. Er wies auf das Kolping-Netzwerk für Flüchtlinge hin, zu dem sich das Kolpingwerk Deutschland mit dem Verband der Kolpinghäuser (VKH) und dem Verband der Kolping-Bildungsunternehmen (KBU) zusammen getan hat. Die Kräfte der Unternehmen und der rund 2.500 Kolpingsfamilien in ganz Deutschland sollen gebündelt werden. Es geht darum, konkrete Hilfe zu leisten. Mit Bildungsangeboten sollen für alle Seiten Verständnis und Perspektiven geschaffen werden. Und auf politischer Ebene gilt es für gerechte Strukturen zu kämpfen – die selbstverständlich für alle Bürger gerecht sein müssen.
Letztlich geht es also darum, die Gesellschaft mit zu gestalten und wenn nötig Mahner für bestimmte Themen zu sein.
Hier reihten sich die beiden anderen großen inhaltlichen Punkte der Versammlung ein.
Die Geschäftsführerin des Kolpingwerkes Litauen und des Kolping-Kollegs in Kaunas, Lina Kalibataite berichtete über die Bildungs- und Sozialarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Kolpingwerkes Litauen. Auf dem Hintergrund der christlichen Soziallehre werden im Kolping-Kolleg junge Erwachsene in verschiedenen Bereichen auf Fachhochschulniveau ausgebildet.
Auch die Mitglieder der sozialen Selbstverwaltung in Krankenkassen, Rentenversicherungen usw. und die ehrenamtlichen Sozial- und Arbeitsrichter arbeiten letztlich an einer gerechten und solidarischen Gesellschaft mit. Aus diesem Grund warb Martin Plail, der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen ACA (Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen) dafür, bei den Sozialwahlen 2017 zu kandidieren. Er berichtete von den verschiedenen Tätigkeiten der Mandatsträger. Anhand konkreter Beispiele zeigte Plail, wie wichtig Selbstverwaltung ist und wie sehr sie in konkreten Fällen helfen kann – so zum Beispiel in den Widerspruchsausschüssen der Krankenkassen. „Darum wählt nächstes Jahr, wenn ihr zum Beispiel von eurer Krankenkasse Unterlagen für die Sozialwahl bekommt.“
Und selbst als es zum Ende um die Synode im Bistum Trier ging, passte alles zusammen. Die Essenz dessen, was die Synodale des Kolpingwerkes, Elke Grün sagte, galt doch irgendwie für alles mit, was über den Tag besprochen wurde:
„Es geht darum, die Verantwortung, die wir als Christen in der Welt haben auch wahrzunehmen. Wenn ich überzeugt bin, dann muss ich davon reden! Und entsprechend handeln.“
 
 
 
 
04.04.2016
Kolpingwerk DV Limburg: Weiterbildung "Fachwirt/in Erziehungswesen (KA)"
Nach dem großen Erfolg in den letzten Jahren bietet das Kolping-Bildungswerk Frankfurt erneut die Weiterbildung zum/zur Fachwirt/in Erziehungswesen ab Herbst 2016 an.
Der Lehrgang qualifiziert Erzieher/innen, Heilerziehungspfleger/innen und Sozialpädagogen/innen für die Übernahme von Leitungsaufgaben in Kinderbetreuungseinrichtungen. Lehrinhalte sind: Kommunikation und Persönlichkeit, Führen und Leiten, Projekte und Prozesse, Betriebswirtschaftliches Management.
Der Studienplan ist so ausgerichtet, dass Sie diesen berufsbegleitend absolvieren können; er ermöglicht Ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die Weiterbildung umfasst ca. 260 Unterrichtsstunden. Der Abschluss Fachwirt/in Erziehungswesen (KA) der Kolping-Akademien ist in der Wirtschaft und im Sozialwesen anerkannt. Die Qualität der Ausbildung wird durch koordinierte Lehr- und Prüfverfahren gewährleistet.
Ausführliche Informationen erhalten Sie im Rahmen unserer Informationsveranstaltungen am 19.05.2016 und am 31.05.2016 jeweils um 18.30 Uhr im Kolping-Bildungswerk Frankfurt, Lange Str. 57, 60311 Frankfurt. Hierfür  bitten wir um Anmeldung unter 069-24 75 035-15 oder per Mail andreca@kbw-frankfurt.de. 
07.03.2016   Neuwied: Kandidaten diskutieren über Bildungspolitik >>
07.03.2016   ACA: Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung gefordert >>
03.03.2016
Kolping DV Speyer: Handwerkergottesdienst

Handwerker-Gottesdienst. Ökumenisch. Der Altar ist eine Werkbank, darauf liegen mehrere verschiedene Zangen. Pfarrer Jörg Stengel (Landstuhl) nimmt eine davon in die Hand und hebt sie hoch. „Nicht alle Werkzeuge sind für die gleiche Aufgabe gemacht“, sagt er vor einhundert Gästen im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer in Kaiserslautern, „sondern für eine ganz bestimmte Anwendung.“ Je spezieller ein Werkzeug für seine Aufgabe gemacht sei, desto besser könne man diese Aufgabe mit ihm bewältigen. Weiter >> (externer Link)
„Mitmachen schafft Einfluss“ – „Gut, wenn Sie Hilfe bekommen“
Kolpingwerk Trier tritt ein für soziale Themen und informiert
Im Vorfeld der Sozialwahl 2017 trafen sich am 20. und am 27. Februar Kolping-Mandatsträger aus den verschiedenen Bereichen der sozialen Mitwirkung und Interessierte in Saarbrücken und Koblenz.
Die Referentin zum Thema „Selbstverwaltung und ihr Wert“, Martina Stabel-Franz war lange Referatsleiterin für Gesetzliche Renten- und Unfallversicherung /Ergänzende Altersvorsorge im Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz des Saarlandes und selbst tätig in der Selbstverwaltung.
Sie bedauerte in ihrem Vortrag, dass der Sozialwahl nicht die Bedeutung zukommt, die sie eigentlich verdient. Immerhin ist die Sozialwahl mit rund 46 Millionen Wahlberechtigten die drittgrößte Wahl in Deutschland, gleich nach der Europa- und der Bundestagswahl. Selbstverständlich würden Sozialleistungen in Anspruch genommen, aber es sei auch wichtig, die Rahmenbedingungen mitzugestalten, sagte Kolpingmitglied Stabel-Franz. Sie vertritt die Überzeugung, dass in den Selbstverwaltungsorganen der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungen, der Kammern für die Menschen vor Ort etwas mitgestaltet werden kann. „Selbstverwaltung ist um ihrer selbst willen ein Gewinn, weil sie dem einzelnen Menschen hilft. Sie bietet Ansprechpartner und ermöglicht den Sozialversicherungen und anderen Organisationen eine Nähe zur Lebenswelt der Betroffenen.“
Stabel-Franz betonte auch, dass die ehrenamtlichen Mandatsträger für ihre Mitwirkung kontinuierlich Schulungen und Informationen benötigen. Auch verschiedene Gesetzesänderungen wären nötig, die leider in dieser Legislaturperiode seitens der Bundesregierung nicht umgesetzt wurden Das helfe aber alles nichts, wenn der Wert der Selbstverwaltung nicht bekannter gemacht werde.
Das betonten auch alle Anwesenden im Gespräch immer wieder. Es sei wichtig, dass alle, die in der Selbstverwaltung tätig sind darüber berichten, was sie tun und was man bewirken kann. Außerdem müsste die Bevölkerung erst mal wissen, was denn Selbstverwaltung überhaupt sei.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Austauschs war der Hinweis, dass die ehrenamtlichen Mandatsträger selbst persönlich außerordentlich von ihrer Tätigkeit profitieren können. Das gute Gefühl, eine sinnhafte Tätigkeit auszuüben, mit der man etwas für die Gemeinschaft tut wird ergänzt durch die Möglichkeit, persönlich zu wachsen und sich weiter zu entwickeln.
An Hauptreferat und Gespräch schlossen sich Kurzreferate an, die das Feld weiteten, indem sie einen Blick auf Hintergründe, Grundlagen und praktische Beispiele lenkten.
Präses Thomas Gerber zeigte die Motivation und innere Verpflichtung als Christ in der Welt tätig zu werden anhand einiger Zitate aus dem Leitbild des Kolpingwerkes, verschiedener Aussagen der Bibel und der Soziallehre.
Jacqueline Röhm berichtete aus dem Kolpinghaus Koblenz, Hans-Heinrich Steigerwald und Manfred Kuhn vom Arbeitsbegriff des Kolpingwerkes.
Die ehemalige Vorsitzende der ACA Rheinland-Pfalz, Silvia Berger und der aktuelle Vorsitzende Martin Plail informierten über die Arbeit der „Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen“ (ACA), die sich zusammensetzt aus dem Kolpingwerk, der KAB und evangelischen Arbeitnehmerorganisationen.
Abschließend fassten Harald Schmillen und Joachim Plitzko viele der schon vorher gefallenen Aspekte zusammen unter der Überschrift „Christlich und Engagiert? Warum sich als Kolpingwerk mit der Politik beschäftigen?“
Die Vielfältigkeit, Bedeutung und den Tiefgang der Veranstaltung brachte in der Abschlussrunde eine Teilnehmerin so auf den Punkt: „Ich bin total bereichert. Es ist so viel Energie, Erfahrung, Leidenschaft da. Die Zeit war gut investiert.“
Vorbereitet wurden die Treffen durch den Fachausschuss „Gesellschaft gestalten“ des Kolpingwerkes im Bistum Trier. Die Kurzreferate wurden ebenfalls von Mitgliedern dieses Fachausschusses gehalten, von denen viele (sozial-)politisch engagiert und in der Selbstverwaltung tätig sind.
12.06.2015
Es geht um menschenwürdige Lebensverhältnisse im demokratischen Staat!
KOLPING: Politisches Gespräch mit den Parteien über Wahlpositionen des katholischen Verbandes zur Landtagswahl – Gemeinsamkeiten in Sozial- und Flüchtlingspolitik
„Die Sicherung eines menschenwürdigen Le-bens gründet auf Partizipation, Solidarität und soziale Gerechtigkeit!“, sagte Diakon Andreas W. Stellmann (Heßheim), Landesvorsitzender des Kolpingwerkes Rheinland-Pfalz, zur Eröffnung des „Politischen Gesprächs“ in Mainz mit Vertreterinnen und Vertretern der im Landtag vertretenen Parteien und dem Landesvorstand des katholischen Sozialverbandes. Stellmann betonte mit seiner These eine wesentliche Gemeinsamkeit zwischen den demokratischen Parteien und dem Kolpingwerk, das zum Dialog eingeladen hatte. 

Der Einladung waren die sozial- bzw. kirchenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Landtagsfraktionen von SPD, Barbara Schleicher-Rothmund MdL (Germersheim), den Grünen, Dr. Fred Konrad MdL (Zweibrücken), und CDU, Hedi Thelen MdL (Andernach), gefolgt. Matthias Donauer, Vorsitzender des Arbeitskreises Landespolitik im Kolping-Landesverband Rheinland-Pfalz (Kindsbach), moderierte den Gedankenaustausch. Gesprächsgrundlage war das Positionspapier des Kolpingwerkes zur Landtagswahl am 13. März, das allen Kolpingsfamilien für einen Dialog mit den jeweiligen Wahlkreiskandidatinnen und –kandidaten zugestellt wurde. Anhand von sechs Themenfeldern hat darin der katholische Sozialverband dargelegt, was er aktuell und künftig von der Landespolitik erwartet:

-    Förderung von Familie, Vereinbarkeit von Familie und Beruf
-    Sonn- und Feiertagsschutz
-    Verbesserte Versorgung Pflegebedürftiger
-    Gestaltung der demographischen Veränderungen, politische Strategien gegen drohende Altersarmut
-    Menschenwürdige Flüchtlingspolitik, Entwicklung und Förderung von Integrationsmaßnahmen
-    eine die Gesamtpersönlichkeit formende Bildungspolitik, ein am Kindeswohl ausgerichtetes Ganztagsschulkonzept

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Familienpolitik, die Flüchtlingskrise und ihre Bewältigung sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Die engagiert geführte Aussprache erbrachte viele Gemeinsamkeiten. Stellmann verwies dabei u.a. auf das Engagement der Kolpingsfamilien in der Flüchtlingshilfe und die Resolution des Diözesanverbandes Speyer vom Mai 2015 „Nicht nur geduldet, sondern willkommen“. Unterschiede zwischen den Parteien wurden deutlich u.a. bei der Einschätzung des Betreuungsgeldes bzw. zur Einführung eines Landesfamiliengeldes oder bei der Frage nach einem Einwanderungsgesetz. In der Pflegepolitik war man sich einig, dass verstärkte Anstrengungen erfolgen müssten, um die bestehenden oder absehbaren Probleme zu lösen. Allen Gesprächsteilnehmern war die Sorge um menschenwürdige Lebensverhältnisse in unserem Land zentrales Anliegen. Landesvorsitzender Stellmann dankte abschließend den Politikern für ihre Dialogbereitschaft. Der seit einigen Jahren bestehende Gesprächskontakt soll auch künftig weitergeführt werden. Er lud die Abgeordneten zum Podiumsgespräch und Handwerkergottesdienst am 27. Februar nach Kaiserslautern ein. Die mit der Handwerkskammer der Pfalz gemeinsam ausgerichtete Veranstaltung steht unter dem Thema „Von der Willkommenskultur zur Willkommensstruktur - Kirche und Handwerk im Engagement für die Integration von Flüchtlingen in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit“. Stellmann überreichte den Abgeordneten als Präsent eine Biographie von Adolph Kolping und fair gehandelten Ruanda-Kaffee.

Zum Positionspapier

12.06.2015
ACA: Delegierten- und Mandatsträger/innenversammlung am 23.2.2016 im Priesterseminar Mainz
Entsprechend dem offiziellen Wahlkampfslogan des ACA-Bundesverbandes, wurde als Thema der Versammlung "DREIFACH CHRISTLICH. EINFACH MENSCHLICH"  genannt: "Dreifach christlich" - damit soll das kollegiale Zusammenspiel der drei starken bundesweit vertretenen ACA-Mitgliedsorganisationen, das sind das Kolpingwerk Deutschland (Kolping), der Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands e.V. (KAB) sowie der  Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e. V. (BVEA), zum Ausdruck gebracht werden. "Einfach menschlich" - das spricht eigentlich für sich. Denn es geht mehr denn je um das Eingemachte. Darum, ob alle Menschen in unserem Land sich auch in Zukunft ihre Rente finanzieren können und im Alter ein gutes Leben haben oder nicht. Und zum Beispiel auch ob alle Menschen ihre Krankenversicherung zahlen können und die medizinischen Leistungen erhalten, die sie benötigen oder ob wir künftig noch mehr und noch gravierender eine "Zweiklassenmedizin" haben werden, als dies spätestens seit der "Einfrierung" der Arbeitgeberbeiträge im Jahr 2005 und die Einführung der Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer/innen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ohnehin schon geschehen ist. Auf diesemm Hintergrund haben wir in unserer Landesvorstandssitzung am 30. Januar beschlossen, die beigefügte Resolution mit der Forderung der Wiederherstellung der Parität in der GKV der Delegiertenversammlung zur Beratung und Verabschiedung vorzulegen. Wir bitten um eure Zustimmung.
Zur Einladung mit Tagesordnung >>
Zur Resulution >>

10.09.2015
Landesverband Rheinland-Pfalz:
Landtagswahlen 2016 - Positionspapier erstellt

Die vier rheinland-pfälzischen Diözesanverbände des Kolpingwerkes haben ein gemeinsames Positionspapier mit Erwartungen und Wünschen an den künftigen Landtag und die künftige Landesregierung verabschiedet.
Als engagierte Christen setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit ein, leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe und fördern soziales Bewusstsein und Handeln. Uns ist bewusst, dass vor dem Hintergrund von Sparzwängen und einer notwendigen Haushaltssanierung nicht alles, was wir für richtig und wünschenswert halten, sofort umgesetzt werden kann.
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10.09.2015
DV Limburg:
Kolpingjugend: Die Würde des Menschen ist unantastbar

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Europa kommen, steigt täglich. Die Schätzungen müssen regelmäßig nach oben korrigiert werden. Der Flüchtlingsstrom überfordert Länder und Behörden europaweit und führt teilweise zum Kollaps und menschenunwürdigen Bedingungen in Auffanglagern.
Vielerorts schwappt den Flüchtlingen eine Welle der Hilfsbereitschaft entgegen. Unzählige ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass die ankommenden Flüchtlinge eine Erstversorgung erhalten und sich in Deutschland willkommen fühlen und dauerhaft integriert werden können. Leider ist aber auch oft das Gegenteil der Fall: Brennende Flüchtlingsheime, Angriffe auf Flüchtlinge und öffentliche Hetze in den sozialen Medien. Dies erfüllt uns mit großer Sorge.
Bei unserer gerade zu Ende gegangenen internationalen Jugendbegegnung der Kolpingjugend im DV Limburg haben auch fünf syrische Flüchtlinge am Programm teilgenommen und wurden ebenso herzlich empfangen wie unsere Gäste aus Rumänien. Wir sind der Meinung, dass nur durch aktive Integration und das Einbinden der Flüchtlingsfamilien in unseren Alltag eine gute Zukunft in Deutschland für alle Menschen gewährleistet werden kann.
Unser Verbandsgründer schrieb einmal: „Tut jeder in seinem Kreis das Beste, wird’s bald in der Welt auch besser aussehen“.
Wir, die Kolpingjugend im DV Limburg möchte dazu ermutigen, sich in die Lage der flüchtenden Menschen hineinzuversetzen, sie bei uns in Deutschland willkommen zu heißen, Hilfe anzubieten wo Hilfe benötigt wird und allen abwertenden Äußerungen Kontra zu bieten, denn wer verlässt ohne Not den Ort, der ihm vertraut ist, dessen Sitten und Gebräuche er kennt undan dem er sich verständlich machen kann? 
04.09.2015
Ausbildung zur geistlichen Leitung von Kolpingfamilien in Planung
Der Pastorale Dienst in einer Kolpingfamilie und im Kolpingwerk wird seit 2012 vom Präses und/oder einem geistlichen Leiter bzw. einer geistlichen Leiterin übernommen. Bisher gab es in den Diözesen in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland noch keine Ausbildung für dieses Amt. Auch von den entsprechenden Bistümern werden keine Schulungen für Pastorale Begleiter von Verbänden angeboten. Im Mainzer Kolpinghaus traf sich deshalb eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus den vier Diözesanverbänden Limburg, Mainz, Speyer und Trier, und hat ein Konzept für eine modularisierte Ausbildung erstellt. Nach Diskussion und Rücklauf aus den Pastoralen Fachausschüssen der Diözesanverbände wird es dann im nächsten Jahr konkret.



05.08.2015
"Jugend und Politik" Begegnungstage in Mainz
Mainz / Kaiserslautern (03.09.2015 / ko-tb). - Das Interesse der Politik an den Jugendlichen wächst. Mit einem Seminar „Jugend und Politik – Begegnungstage in Mainz“ wollte das Kolpingwerk Landesverband Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Kolpingjugend auch das Interesse der Jugendlichen an der Politik fördern, sagte Landesvorsitzender Andreas Stellmann (Heßheim) vor politischen Entscheidungsträgern aus seinem Verband. An drei Tagen konnten 13 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren Einblick in die politische Arbeit des rheinland-pfälzischen Landtages und die Arbeit der Medien gewinnen. Die jungen Menschen kamen aus allen Teilen des Landes. Organisiert wurde die jugendpolitische Bildungsmaßnahme von Landesgeschäftsführer Winfried Straube (Oggersheim), begleitet wurden die Jugendlichen von den Diözesanleitern der Kolpingjugend Annika Bär (Speyer) und Johannes Schneider (Mainz) sowie Jugendreferent Tobias Herr (Kolpingwerk Mainz), die auch für ein jugendgemäßes Rahmenprogramm sorgten. >>

28.07.2015
Einstimmung auf die Vorbereitung zu den Sozialwahlen 2017
Heute traf sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) Hessen mit dem DGB in Frankfurt. Erste Gespräche über die gemeinsame Liste des DGB und der ACA führten der Vorsitzende der ACA Hessen, Michael Schmitt (KAB Fulda), und Gabi Nick (Geschäftsführerin ACA Hessen und Kolpingwerk DV Limburg) mit Brigitte Baki (DGB). Die Vereinbarungen zur Gremienbesetzung bei der DRV und der AOK Hessen werden sich an die der letzten Sozialwahlen anlehnen. Die katholischen Verbände werden im Arbeitskreis zur Sozialwahl durch Gabi Nick vertreten. Für 2017 ist eine gemeinsame Veranstaltung von den Verbänden und dem DGB geplant, um über die politischen Mitbestimmungsrechte in den Selbstverwaltungen der Renten- und Krankenversicherungen zu informieren und für die Sozialwahlen zu werben.
Foto von li nach re: Brigitte Baki, Michael Schmitt, Gabi Nick.

Presseerklärung vom 27.10.2014
Lebensrettende Organspenden sind unverzichtbar
Bereitschaft zu Organspenden auch von älteren Menschen muss verbessert werden
Mainz. „Über 500 Menschen in Rheinland-Pfalz warten dringend auf ein Spenderorgan, der Rückgang der Organspenden ist besorgniserregend, vor diesem Hintergrund brauchen wir mehr denn je die Bereitschaft zur Organspende“ erklärte der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes Andreas Stellmann (Grünstadt) im Arbeitskreis Landespolitik seines Verbandes in Mainz. „Deshalb wollen wir alle Mitglieder in unseren Diözesanverbänden bitten, sich bewusst für eine Organspende im Falle des eigenen Hirntodes zu entscheiden und in einem Spenderausweis zu dokumentieren.
In der Erklärung des Kolpingwerkes heißt es: ‚“Organspenden sind aus christlicher Sicht ein Zeichen der Nächstenliebe und der Solidarisierung mit Kranken und Behinderten. Gerade die Menschen, die dringend auf eine lebensrettende Organspende warten, brauchen ein funktionierendes medizinisches System, das ihnen eine zeitnahe Organspende anbietet. Daher begrüßt das Kolpingwerk die parteiübergreifende Initiative des rheinland-pfälzischen Landtages die Organspende-Bereitschaft in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu erhöhen. Gleichzeitig appelliert das Kolpingwerk an Alle, die am Verfahren der Organspende beteiligt sind, sich auf ein transparentes und faires Vergabesystem zu verständigen. Manipulationen, die in der Vergangenheit bekannt wurden, darf es nicht mehr geben. Mit dem neuen Transplantationsgesetz besteht aus Sicht des Kolpingwerkes die Hoffnung, dass künftig die Kontrolle verbessert und das Vertrauen zur Organspende erhöht wird. Organspenden, auch von älteren Menschen, müssen mehr als bisher evaluiert und verbessert werden.“
Der Organspenderausweis, darauf weist das Kolpingwerk ausdrücklich hin, ist in vielen Apotheken, Arztpraxen, bei den Krankenkassen oder im Internet erhältlich. Man sollte ihn zusammen mit den Personalpapieren stets bei sich führen.
Der Sozialverband Kolpingwerk in Rheinland-Pfalz mit über dreizehntausend Mitgliedern im Land vertritt die Interessen seiner Mitgliedsverbände in den Bistümern Limburg, Mainz, Speyer und Trier.
Mainz, den 27. Oktober 2014
Andreas Stellmann, Landesvorsitzender
Richard Feichtner, Stellvertretender Landesvorsitzender
 
 
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